Kinderdialyse
Das Bild zeigt einen Tisch auf dem Probenbehältnisse liegen

Die Kinderdialyse

In der Dialyse werden Kinder mit akuter und chronischer Niereninsuffizienz betreut mithilfe von:

  • Hämodialyse und
  • Peritonealdialyse sowie im Einzelfall durch spezielle extrakorporale Verfahren wie
  • Plasmapherese,
  • Immunadsorption und
  • chronisch kontinuierliche Filtration.

 

 

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Das Verfahrensspektrum der Kinderdialyse

Die Hämodialysen finden in der Kinderdialyse statt. Die zu Hause durchgeführten Peritonealdialysen werden in enger Absprache und telefonischem Kontakt mit dem Zentrum durch die Eltern, bei größeren Kindern auch durch die Kinder selbst, durchgeführt. Bei der Behandlung mit der Peritonealdialyse finden regelmäßige ambulante Kontrollen statt.

Folgende Verfahren stehen zur Verfügung:

  • Hämodialyse
  • Hämofiltration
  • Peritonealdialyse inklusive Training
  • Plasmapherese
  • Immunabsorption

Ein nephrologischer Bereitschaftsdienst steht 24 Stunden an jedem Tag der Woche zur Verfügung.

Was ist Dialyse?

Die Dialyse ist eine Form der Nierenersatztherapie, bei der die wichtigsten Nierenfunktionen – Blutreinigung und Entfernen von Flüssigkeit aus dem Körper – künstlich aufrecht erhalten werden. Wenn die Nierenfunktion unter 5 bis 10 Prozent abfällt, wird eine Dialysebehandlung notwendig. Prinzipiell stehen zwei Dialyseverfahren zur Verfügung: die Peritonealdialyse und die Hämodialyse.

Peritonealdialyse

Die Peritonealdialyse wird über einen chirurgisch in die Bauchhöhle eingelegten Katheter durchgeführt. Über diesen Katheter wird eine sterile Lösung in die Bauchhöhle eingeleitet. Die Lösung verweilt dort einige Zeit und entzieht dem durch das Bauchfell (= Peritoneum) fließenden Blut Giftstoffe und Wasser. Dann wird die Flüssigkeit ausgetauscht.

Die Peritonealdialyse ist täglich notwendig und wird in den meisten Fällen zu Hause durchgeführt. Hierfür ist eine gute Beherrschung der Techniken durch den Patienten bzw. seine Eltern unabdingbar. Im Rahmen eines 2- bis 3-wöchigen Klinikaufenthaltes werden die notwendigen Handgriffe und die sterile Handhabung der Materialien erlernt.

Prinzipiell gibt es zwei Formen der Peritonealdialyse: Bei der kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse (CAPD) wird die Dialyseflüssigkeit 4-mal über den Tag verteilt gewechselt. Bei der kontinuierlichen zyklischen Peritonealdialyse (CCPD) wird der Bauchfellkatheter über Nacht mit einem Gerät, dem sogenannten Cycler, verbunden. Dieses nimmt automatisch mehrere Wechsel der Dialyseflüssigkeit vor, während der Patient schläft. Die Peritonealdialyse ist in jedem Lebensalter einsetzbar.

Hämodialyse

Bei der Hämodialyse wird Blut über einen operativ angelegten Gefäßkurzschluss (= Shunt) oder einen Gefäßkatheter dem Körper entnommen, über ein Schlauchsystem in einem Dialysegerät gereinigt und danach dem Körper wieder zugeführt. Im Gerät wird das Blut an einer Dialysemembran entlang geleitet. Dabei werden Giftstoffe und Wasser entzogen. Diese Behandlung ist 3-mal pro Woche über jeweils etwa 4 Stunden notwendig.

Während der Dialyse muss eine ständige Überwachung durch Ärzte und Schwestern erfolgen. Deshalb wird sie in der Klinik durchgeführt. Da bei dieser Behandlung ein ausreichendes Blutvolumen vorhanden sein muss, ist sie in der Regel erst ab einem Körpergewicht von mehr als 6 kg möglich.

Dialyseplätze für Patienten mit infektiösen Erkrankungen

In der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Nephrologie stehen auch Dialyseplätze für Kinder und Jugendliche mit folgenden Erkrankungen beziehungsweise Krankheitserregern zur Verfügung:

  • Hepatitis-B
  • Hepatitis-C
  • Multiresistenter Staphylococcus aureus (MRSA-Träger)
  • Extended-Spectrum-Betalaktamasen (ESBL-Träger)